Die Mobiltechnologie bietet in fast allen Lebenslagen große Vorteile. Auch wenn ältere Menschen oftmals den scheinbaren Zwang der nachfolgenden Generationen kritisieren immer mit dem Smartphone in der Hand und den Stöpseln im Ohr rumzulaufen, aber dies war schon zu Zeiten des bekannten Sony Walkmans so.

Einem Industriezweig hat die neue Technologie dennoch erheblichen Schaden zugefügt: Der Musikindustrie

Am Anfang schuf Gott Himmel und Napster

Als 1982 der Erlangener Professor Hans-Georg Musmann mit seinem Team das MP3 Format entwickelte hätte wohl keiner daran gedacht, dass dies die Musikwelt einmal revolutionieren sollte.

1999 ging mit Napster eine legendäre und revolutionäre Musiktauschbörse an den Markt. Napster entwicke753px-Napster_Logo.svglte sich zu der am schnellsten wachsenden online Community und hatte zu seinen Hochzeiten ein Tauschvolumen von 2 Milliarden Titeln. Die Musikindustrie überzog Napster mit Klagen, was letztendlich zur Abschaltung der ursprünglichen Form führte. Der Musikindustrie ist in dieser Zeit jedoch ein Schaden in Millionenhöhe entstanden.

iTunes greift in den Markt ein

2003 war der Start von Apples Internetshop iTunes. Dies war ein gravierender Eingriff in die Musikindustrie. Steve Jobs schaffte es die Plattenfirmen dazu zu bringen, ganze CDs für unter 10 Dollar zum Download bereitzustellen. Einzeltitel gab es für 99 Cent. Obwohl die Downloadzahlen die der CD-Käufe bei weitem übertrafen, fiel das Einkommen der Musikindustrie laut einer „CNN Money“ Studie unter Berücksichtigung der Inflation auf die Werte von 1960 zurück. Der Umsatz im US Musikmarkt ging von 2003 bis 2013 von 12 Milliarden US$ auf 7 Milliarden zurück.

Streaming für alle

Musik Streaming Dienste sind heute der am stärksten umkämpfte Markt. Während Apple immer noch den Musik Download dominiert, scheint Google bei den Streaming-Diensten das Rennen zu machen.

Da man für ein paar Euro auf Millionen Musiktitel zurückgreifen kann, braucht man nicht viel Fantasie um einen weiteren Einbruch und noch härtere Zeiten für die Musikindustrie vorauszusagen. Mittlerweile sparen sich manche Künstler sogar eine CD zu veröffentlichen und setzen dagegen nur noch auf Download und Streaming.