Teil einer Band sein

Wohl jeder Mensch hat irgendwann in seinem Leben, meist in der Kindheit, schon mal vor dem Spiegel seinen Star imitiert, mit dem Besenstil Luftgitarre gespielt oder mit dem Kochlöffel Töpfe als Schlagzeug zweckentfremdet. Neben diesen nicht so ernst gemeinten Versuchen haben sich auch viele unter Zwang der Eltern an der Blockflöte versucht. Dabei ist die Flöte eines der ungeeignetsten Instrumente um den Musikenthusiasmus in einem Kind zu wecken.

Wer doch den Schritt gemacht hat und ein Instrument gelernt hat gründete mit Freunden eine Band, die natürlich für einen kurzen Lebensabschnitt das Ein-und-Alles darstellte. Und wenn einer der Freunde kein Instrument spielte wurde er eben Sänger oder „Roadie“ und Manager, falls es tatsächlich mal über den Übungsraum hinausging.

Teil einer Band sein heißt vor allem Disziplin

Wer das Unternehmen „Band“ ernsthaft betreiben will kommt um eine eiserne Disziplin nicht umhin. Das gilt für alle Teile der Band. Es beginnt damit, dass man die Songs, die m2435649-0965498946-rockban spielen will auch kennen und vor allem lieben muss. Mit kennen ist nicht nur das fünfmal Hören gemeint. Nein jedes der Bandmitglieder muss die genauen Abläufe, Rhythmen und Harmonien im Schlaf beherrschen. „Hotel California“ gibt es in zig Versionen, welche davon spielt man?

In einer Band zu spielen bedeutet auch vorbereitet zu sein und einen Plan zu haben. Das Equipment muss in Ordnung sein. Keiner will im Übungsraum dem Gitarristen beim stundenlangen Stimmen der Klampfe zuschauen um danach noch einmal Zeit zu verschwenden bis dieser zwei funktionierende Kabel gefunden hat.

Nur wer die Lieder beherrscht und nicht mehr darüber viel überlegen muss, ist in der Lage mit seinen Kollegen harmonisch zusammenzuspielen. Dann kann man auch schnell auf Geschwindigkeitsprobleme des Schlagzeugers reagieren, oder improvisieren, wenn der Sänger seinen Text vergisst.

Wie bei jedem Team ist es auch bei einer Band so, dass es eben dauert, bis die einzelnen Segmente perfekt zusammen harmonieren. Vielen enthusiastischen Anfängern geht auf dieser Strecke die Puste aus. Wer jedoch die Durststrecke überkommt, wird viel Spaß und vielleicht sogar Erfolg außerhalb des Übungsraums mit seiner Band haben.